Visionssuche für junge Erwachsene

"Bis zum Horizont und ein Stück weiter …"

Erwachsenwerden, Lebensperspektiven finden, Orientierung und Sinnsuche
Ein Angebot für Jugendliche ab 17 Jahren

"Es gibt niemanden, wirklich niemanden, der soviel weiß wie wir selbst."

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Jugendliche, die im Alter von 17 bis Mitte 20 stehen, haben die Umbrüche der Pubertät und des Übergangs vom Kind zum Erwachsenen meist hinter sich – zumindest auf körperlicher Ebene. Sie stehen nun vor der Aufgabe, auch das soziale Erwachsenwerden zu meistern. Soziales Erwachsenwerden heißt: Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen, konkrete Lebensperspektiven zu entwickeln und sich auf die Suche nach Umsetzungsschritten zu begeben.

Mit unserem Angebot "Bis zum Horizont und ein Stück weiter...." möchten wir Jugendliche und junge Erwachsene auf dem Weg ins soziale Erwachsenwerden ein Stück weit begleiten und unterstützen.
Nach einer Vorbereitungsphase von drei Abenden sowie einem Elternabend begeben wir uns auf eine achttägige Intensivzeit in der Natur, um Visionen zu spinnen und Klarheit für das eigene Leben zu gewinnen. Bei einem Nachbereitungsabend werden wir die gemachten Erfahrungen integrieren.

Ein Kooperationsprojekt von Manne e.V. Potsdam und der Wildnisschule Potsdam e.V. 

Kontakt und Information: Kathrin Raunitschka: katjuscharwebde


Intensivzeit - Visisons- & Sinnsuche in der Natur

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"Geh einmal ohne alles in die Wildnis, es sind die größten Erfahrungen deines Lebens." Thoreau

Wir werden mit den jungen Männer und jungen Frauen acht Tage lang an einem Platz in der Natur in der Nähe von Lychen sein und unser Leben dort unter sehr einfachen Bedingungen organisieren und gestalten. Unsere Erfahrung ist, dass Veränderungen, neue Perspektiven, Wandlungen vor allem in den Räumen stattfinden, die unbekannt, ungewohnt und nicht alltäglich sind. Die Natur bietet ein gutes Setting aus dem Alltagsgeschehen auszusteigen und die Komfortzone zu verlassen.
Die Idee ist, mit den Jugendlichen auf Visionssuche zu gehen. Die Visionssuche ist ein altes Ritual der Selbstfindung in der Natur und geeignet Übergänge und Veränderungen bewusst zu gestalten, Altes zu verabschieden, Neues zu begrüßen, Entscheidungen zu treffen und nach Orientierung zu suchen. Wir arbeiten mit den Bildern der Natur, die uns auf sehr eigene Weise leiten können, etwas sichtbar machen und nächste Schritte ermöglichen. Es gibt eine intensive Vorbereitungszeit in der Gruppe, eine Zeit mit sich allein (Schwellen- und Umwandlungszeit) und eine Zeit der Wiederkehr (Wiedereingliederung).
In der Vorbereitungszeit geht es darum sich in der Gruppe, die einen unterstützenden Rahmen für diese Tage bildet, zu verankern, eine für sich in Bezug auf das Thema wesentliche Fragestellung zu finden, und auch ganz praktische Dinge zu lernen, z.B. wie man eine Plane spannt unter der man trocken bleibt, wenn es regnet. Um sich als Teil einer Gruppe zu erfahren wird es eine Vielzahl von gemeinschaftlichen Aufgaben geben, wie z.B. das Auf- und Abbauen des Lagers, das gemeinsame Kochen am Lagerfeuer, der Bau der Schwitzhütte usw.. Das ist ein sehr wichtiger Prozess in der Vorbereitung des Alleinseins - die Entwicklung des Gefühls des Eingebundenseins, im Sinne von: auch wenn ich allein hier draußen bin, gibt es noch andere, die in der Nähe sind und denen es vielleicht ähnlich geht wie mir und die mit ähnlichen Fragen beschäftigt sind. Zur Vorbereitung gehört auch sich einen guten Platz für sich zu finden und sich dort einzurichten. Dabei geht es um folgende Fragen:
Was brauche ich, um eine Nacht allein im Freien zu verbringen? Was brauche ich, um mich wohl und sicher zu fühlen? Was kann ich selbst dafür tun und welche Unterstützung kann ich vom wem bekommen? Traue ich mich überhaupt in der nacht dort allein zu sein? Wovor habe ich Angst? Was tun, wenn mir langweilig ist?
Nach dieser intensiven Vorbereitungszeit in der Gruppe (3 Tage) werden die jungen Männer und Frauen für 3 Tage und drei Nächte - nur mit dem Nötigsten versorgt - an einen selbst gewählten Ort gehen und diese Zeit allein dort verbringen. Den Abstand zum Basislager werden sie in ihrer Platzsuche selbst bestimmen. Sie werden in dieser Zeit eine Frage oder Bitte nehmen, die wir im Vorfeld individuell erarbeiten werden. Wir, die Begleitung werden im nahegelegenen Basislager jederzeit erreichbar sein und für Unterstützung sorgen, wenn es nötig ist.
Ein wichtiges Element der Visionssuche ist das Zurückkommen. In dieser Phase werden die Eltern mit dabei sein, um die Rückkehr, das Erlebte und Geleisteste anzuerkennen und zu bezeugen.
Die Eltern werden mit uns zusammen die jungen Erwachsenen empfangen, ihren Geschichten zuhören und ihnen für den neuen Lebensabschnitt ihren Segen geben. Zum Abschluss wird es ein großes Festessen, zubereitet am Lagerfeuer, geben.
In der Nachbereitung ist wichtig, das Erlebte in den Alltag zu integrieren, die Veränderung wahrzunehmen, andern davon erzählen. Im November werden wir uns mit den jungen Männern und Frauen nochmals für einen Abend treffen und uns über die Zeit nach dem Sommer austauschen.